Das Elbtal in Mecklenburg-Vorpommern ist besonders für seine beeindruckende Natur bekannt.

Eines dieser eindrucksvollen Naturerlebnisse ist die Binnendüne bei Klein Schmölen. Obwohl es in der Elbtalaue nicht wirklich viele Erhebungen gibt, sticht eine Besonderheit sofort ins Auge: Die Binnendünen bei Klein Schmölen in der Nähe von Dömitz. Wenn Sie auf der Elbuferstraße fahren, sind sie schon von Weitem sichtbar.

Binnenwanderdünen sind etwas ganz Besonderes und wer hätte gedacht, dass sich die größte Binnenwanderdüne von Europa ausgerechnet in Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt an den Ausläufern des Naturparks Mecklenburgische Elbtal befindet?

Es zahlt sich aus, die Düne zu erklimmen, immerhin liegt ihr “Gipfel” ohnehin nur rund 42 Meter über dem Meeresspiegel. Denn von oben haben Sie einen wunderbaren Blick über die Lenzener Wische in Brandenburg, die Löcknitzeniederung in Mecklenburg sowie auf das Elbvorland in Niedersachsen.

Dieser Dünenkomplex aus Sand mit Sandtrockenrasen ist im wahrsten Sinne des Wortes faszinierend, immerhin entstand er mit einer Länge von über zwei Kilometern schon vor rund 12.000 Jahren, am Ende der Eiszeit.

Es waren die sehr vielseitigen Bodenverhältnisse und die besonderen klimatischen Bedingungen, die dazu geführt haben, dass sich in der Dünenlandschaft eine sehr große Pflanzenvielfalt entwickeln konnte. Diese bietet wiederum einen wichtigen Lebensraum für geschützte und seltene Insekten- und Vogelarten. Besonders Störche und Kraniche werden Ihnen bei einem Besuch der Dünen auffallen.

Besucher können auf ausgewiesenen Wegen die Düne durchwandern und sich anhand von Infotafeln entlang des Pfades über die einzigartigen geologischen Formationen informieren. Sie können sich aber genausogut einer der Führungen mit Picknick anschließen, die von Frühling bis Herbst regelmäßig durchgeführt werden.

Die Binnendünen gehören zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, das mittlerweile zum Weltnaturerbe ernannt wurde.

Wer etwas länger in der Gegend bleiben möchte, der findet in Dörmitz eine Auswahl an Hotels und Privatpensionen sowie eine hervorragende Gastronomie. Es lohnt sich auch, sich ein Fahrrad zu mieten und die Gegend auf dem Drahtesel zu erkunden.