Das Dresdner Elbtal ist eine der schönsten und bedeutendsten Kulturlandschaften in Deutschland und wurde 2004 als UNESCO-Welterbe anerkannt.

Doch schon lange zuvor, im Jahr 1821, erkannte der berühmte Landschaftsmaler Caspar David Friedrich die Schönheit dieser besonderen Flusslandschaft und hielt sie in seinem Gemälde “Nebel im Elbtal” fest.

In Öl auf Leinwand zeigt das Kunstwerk im Vordergrund im unteren Viertel die Elbe in dunkel- und indigoblauen Tönen. Im Wasser spiegeln sich sattgrüne Büsche und Stauden, die am Ufer wachsen. Winzige gelbe Blüten sind stellenweise angedeutet. Das saftig grüne Elbufer geht zur Mitte des Bildes hin in weiter entfernte Felder und Wiesen in gelblich-braunen Tönen und dann Grautönen über.

Die Elbe selber scheint am rechten Rand des Gemäldes eine Biegung nach links zu nehmen, obwohl der Fluss selbst nicht zu sehen ist, sondern nur eine Hecke mit vereinzelten kleinen Bäumen. Man sieht allerdings, etwa im unteren Drittel rechts, eine Brücke, die anscheinend aus Sandstein gebaut ist.

Links von der Brücke und ganz bis zum linken Rand des Bildes hin, scheint die Biegung der Elbe eine Art Halbinsel geformt zu haben, deren Höhe ein niedrig wallender Hügel formt. Darauf wächst eine Reihe von recht kahl erscheinenden Bäumen, wahrscheinlich Weiden. Die Jahreszeit könnte Frühling sein, wo einige Stauden und Büsche schon saftig grün sind, aber die Bäume gerade erst ihre Knospen sprengen.

Rechts und oberhalb der Brücke sieht man ein Feld mit den typischen Rillen, die eine Anpflanzung von Getreide oder vielleicht Kartoffeln anzeigen. Dahinter scheint der Fluss wieder eine Biegung nach rechts zu nehmen.

Ganz im Hintergrund ist ein weitläufiger Hügel, der sich über die ganze Weite des Bildes erstreckt und in blau-grauen Tönen gehalten ist. Über dem Hügel, im oberen Viertel des Bildes, ist der Himmel blau. Doch von der Elbe her steigen dicke weiß-graue Nebelschwaden auf, die sich nach oben hin verdünnen.

Die Tageszeit ist wohl der frühe Morgen, wenn man solche Nebel-Formationen am häufigsten sieht.

Das Gemälde hat eine friedliche und verträumte Atmosphäre.