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Das Gestüt Moritzburg

Viele Sehenswürdigkeiten im schönen Elbtal stammen noch aus der Zeit des Königs August des Starken. Als passionierter Kunstsammler und Verehrer des Genusses und aller Schönheiten, die die Welt zu bieten hat, war er auch ein Liebhaber rassiger Pferde.

So haben sich aus den Stallungen und Gestütsanlagen des Sachsenkönigs die Landesgestüte von Sachsen und Thüringen entwickelt. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Landesgestüt in Moritzburg. Die Gemeinde Moritzburg ist etwa 13 Kilometer von Dresden entfernt. Seinen Namen erhielt der Ort durch die Moritzburg selbst. Diese Burg gehörte zu den Besitztümern der sächsischen Königsfamilie. Ein besonderes Kleinod des Schlossparkes ist das Fasanenschlösschen, welches dem König August I. als Sommerresidenz diente. Eine weitläufige Fasanerie umgab das Schloss einstmals.

Die Anlage des Gestütes Moritzburg wurde um 1773 von Daniel Pöppelmann entworfen, dem Hofarchitekten des Großen Kurfürsten. Nach dem napoleonischen Krieg wurden die ehemaligen Jagdstallungen auf Befehl August des Gütigen mit 38 Zuchthengsten ausgestattet. Zuchtziel war die Rasse der Oldenburger, die ein edles deutsches Reitpferd verkörpert. Nach und nach wurde damit begonnen, Pferdeschauen durchzuführen. Heute ist das deutsche Sportpferd ein Warmblut mit elegantem Erscheinungsbild die wichtigste Pferderasse in Moritzburg.

Besuchermagneten sind die Hengstparaden und Hengstpräsentationen des Gestütes. Daneben werden der Jahreszeit entsprechend verschiedene Programme angeboten, die pro Jahr mehr als 20.000 Besucher anlocken. In Moritzburg werden ebenfalls Turnierreiter auf höchstem Niveau ausgebildet. Pferd und Reiter präsentieren sich mit einem Höchstmaß an Eleganz und sportlicher Leistung. Bei regelmäßig stattfindenden Verkaufsschauen werden Pferde mit solch klangvollen Namen wie Fürstenstern, Millennium oder gar Quinto’s Chamb dem interessierten Publikum präsentiert.

Der besondere Reiz und die Schönheit der Pferde ziehen Menschen aus vielen Gegenden der Welt an diesen Ort. Tickets für einzelne Veranstaltungen sind schnell ausverkauft und sollten im Voraus gebucht werden. Besonders die Kindertage erfreuen sich großer Beliebtheit. Kindergartengruppen und Grundschulklassen können zweimal im Jahr Stallluft schnuppern und die Pferde hautnah erleben.

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Schloss Pillnitz

Eines der schönsten Kulturdenkmäler des Elbtales ist das Schloss Pillnitz. Einstmals als Lustschloss der berühmten Mätresse des sächsischen Königs August des Starken, Gräfin Anna von Cosel, ausgebaut, ist es heute der Öffentlichkeit zugänglich.

August der Starke ließ hier prunkvolle Bälle stattfinden, nachdem die schöne Gräfin in Ungnade gefallen war und das Schloss wieder in seinen Besitz überging. Schloss Pillnitz ist ein schönes Beispiel barocker Architektur. Um 1720-1730, als das Bauwerk auf dem Gelände eines ehemaligen Rittergutes errichtet wurde, waren sogenannte “Chinoiserien” gerade groß in Mode. Der Architekt des Sachsenkönigs, der auch für die Entwürfe des Dresdner Zwingers verantwortlich zeichnete, Daniel Pöppelmann, ließ das Schloss mit orientalischen Elementen ausstatten. Das Dach erinnert in der Tat an eine chinesische Pagode.

Von Kamelien und Titronengondeln

Auf dem Schlossgelände erstreckt sich ein weitläufiger Park, der zu erholsamen Spaziergängen einlädt. In ihm befindet sich die berühmte Pillnitzer Kamelie, welche die Gräfin Cosel persönlich pflanzen ließ. Sie ist mittlerweile über 230 Jahre alt und gilt als die älteste japanische Kamelie in Europa. Der Pillnitzer Park beherbergt neben einer Orangerie ebenfalls einen englischen Park und einen chinesischen Garten mit einem Pavillon. Im Palmenhaus wachsen neben Palmen aus den verschiedensten Teilen der Welt noch weitere exotische Pflanzen.

Hübsch anzuschauen ist auch die sogenannte rote Titronengondel. Sie diente der höfischen Gesellschaft als Verkehrsmittel, um von Dresden zum Lustschloss zu gelangen. Im Schlossmuseum werden Gegenstände gezeigt, die einstmals dem großen Kurfürsten gehörten. Die Rede ist hier von goldenen Thronsitzen, versilberten Alltagsgegenständen, prächtigen Gläsern und Textilien. August der Starke war ein Liebhaber der schönen Künste. Deshalb befinden sich in Pillnitz auch Teile seiner Sammlung kunsthandwerklicher Gegenstände aus fünf Jahrhunderten.

Idyllisches Ausflugsziel

Am Ufer der Elbe gelegen, etwa 20 km von Dresdens Zentrum entfernt, ist Schloss Pillnitz mit einem Ausflugsschiff gut zu erreichen. Das Dorf Pillnitz ist heute ein Stadtteil von Dresden. Es liegt wie das Schloss idyllisch am Elbufer und ist umgeben von grüner Natur und Bergen.